Samstag, 7. April 2012

Tibetische Momos mit Spinat

Tibetische Momos
Momos sind köstliche gedämpfte Teigtaschen, die ich zum ersten Mal in Nordindien, in der Tibetische Enklave um Dharamsala, gegessen habe. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen und mit vielen verschiedenen Füllungen.
Am besten gefallen mir Momos mit Spinatfüllung. Bei den Tibetern ist der Teig so hauchdünn, dass man von außen die Füllung durchschimmern sieht. Den Teig so dünn auszurollen, erfordert einige Übung. Also nicht verzweifeln, wenn es nicht gleich beim ersten Mal klappt und die Momos etwas dick und unförmig aussehen.

Zutaten für den Teig: 250 g Mehl, einen halben Löffel Salz, 2 Esslöffel Öl, lauwarmes Wasser

Zutaten für die Füllung: eine Handvoll Spinat, eine halbe Zwiebel, eine Knoblauchzehe, etwas Ingwer, zwei bi drei Esslöffel Sojasauce
 
Teig ausstechen
 Zubereitung: Das Mehl, das Salz, Öl und Wasser in eine Schüssel geben und zu einem Teig kneten. Ich verwende zum Backen und Kochen am liebsten Dinkelmehl. Verwendet man Dinkelmehl oder Vollkornmehl, werden die Momos nicht so fein und leicht wie mit Weißmehl, sind dafür aber gehaltvoller. ( Und gesünder)
Den Teig abdecken und eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Danach auf einer bemehlten Fläche mit dem Nudelholz so dünn wie möglich ausrollen. Kleine runde Fladen ausstechen, zum Beispiel mit einer Teetasse.


Die Füllung zubereiten: Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer in Öl anbraten. Den Spinat hinzugeben. Einige Minuten braten, dann mit Sojasauce ablöschen.Die Füllung auf den Teig geben, mittig platzieren und den Teig dann übereinander schlagen und durch eine Drehung nach rechts den Teigfladen verschließen.

Die Momos füllen

Ganz traditionell kann man nun zum Dämfen ein Bambuseinsatz verwenden und die Momos über kochendem Wasser garen. Ich benutze einen ordinären elektrischen Dampfgarer. Die Garzeit beträgt 10 Minuten. Bereitet man die Momos mit Vollkornmehl zu,sollte man sie zwei bis drei Minuten länger garen.
Gefüllte Momos vor dem Garen

Die Momos kann man mit verschiedenen Saucen servieren. Die Tibeter essen im Gegensatz zu den Indern eigentlich nicht sehr scharf. Aber in der Diaspora hat die indische Küche merklich an Einfluss gewonnen und die Momos werden gern mit einer scharfen Chilisauce oder Erdnußsauce serviert. Wenn man es sich einfach machen will, nimmt man einfach Sojasauce. Dazu passt ein gemischter Salat mit süßlich-scharfem Dressing auf Sojabasis.

Kommentare:

  1. von wegen ordinär! Dampfgarer - tolle Sache. Ich glaube ich muss in meiner Küche einen Platz dafür finden...

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  2. Die Anschaffung eines Dampfgares lohnt sich auf jeden Fall. (:-)

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