Freitag, 29. April 2016

Klassische Tomatensauce

Spaghetti mit Tomatensauce
Heute ist die Grüne Seele lila. Letzte Woche starb Prince und seit dem höre ich den ganzen Tag seine Musik, ein wenig schuldbewusst, dass ich "His Royal Badness" in den letzten Jahren ein wenig vernachlässigt habe. Natürlich hat das Einfluss auf diesen Blog, wenn man den ganzen Tag Prince hört. Ich habe recherchiert und herausgefunden, dass Prince Vegetarier war und sein Essen hauptsächlich vom Restaurant "Peoples Organic" in Minneapolis bezog, das Lebensmittel aus regionalem Bio-Anbau verwendet sowie Fairtrade-Produkte. Vorbildlich! Prince Lieblingsgericht waren Spaghetti. Da ich ohnehin einmal die ultimative Tomatensauce posten wollte, passt der Anlass ausgezeichnet. Heute gibt es Spaghetti mit Tomatensauce - ganz einfach. Die einfachen Dinge sind oft die besten. Leider wissen viele heute gar nicht mehr, wie man selbst eine Tomatensauce kocht, weil hauptsächlich fertige Tomatensauce gekauft wird. Es ist nicht aufwändig, Tomatensauce selbst zu kochen, man sollte aber etwas Zeit einplanen, denn eine Tomatensauce schmeckt am besten, wenn sie lange gekocht wird.Ich koche mein Tomatensauce mit Sellerie und Möhren, wie man es in Norditalien macht. Im Süden beschränkt man sich auf Tomaten, Knoblauch und Zwiebeln als Zutaten.

Zutaten: eine Zwiebel, eine Knoblauchzehe, 100g Sellerie, eine Möhre, 3 Dosen geschälte Tomaten, Salz, Pfeffer, eine Handvoll Basilikum

Zubereitung: den Sellerie, die Zwiebel und den Knoblauch würfeln. Die Möhre in Scheiben schneiden. Alles in Olivenöl anbraten. Dann die Tomaten hinzugeben. Außerhalb der Saison (Juli bis September) benutze ich Dosentomaten, ansonsten natürlich auch gern frische Tomaten. Für 1,5 Stunden köcheln lassen. Die Sauce ist praktisch schon nach 15 Minuten fertig, aber je länger sie köchelt, desto besser schmeckt sie und desto dicker ist die Konsistenz. Zum Schluss den Basilikum hinzugeben, etwas Salz und Pfeffer. Die Sauce pürieren. Fertig. Die Saucenmenge mit 500g Spaghetti reicht für vier Personen. Natürlich hab ich den Tisch entsprechend in lila gedeckt und dekoriert. Guten Appetit!

Sonntag, 24. April 2016

Frisch gebackene Müslistangen

Müslistangen mit Camembert
Sonntagsfrühstück.Oder Brunch. Klingt schon mal gut, oder? Dazu gibt es heute frisch gebackene Müslistangen. Diese kann man natürlich auch schon am Vortag zubereiten.
Ich mag die Müslistangen gern herzhaft belegt, zum Beispiel mit Camembert und einem Klecks Marmelade. Natürlich geht auch die süße Variante mit Frischkäse  und Marmelade.

Zutaten: 400g Dinkelvollkornmehl, 125ml Milch, ein Esslöffel Agavendicksaft oder Honig, ein Hefewürfel, eine Prise Salz, ein Esslöffel Walnussöl, 100g Trockenfrüchte ( Rosinen, Aprikosen)50g Nüsse, 50g Haferflocken. Man kann auch eine fertige Müslimischung verwenden.

Zubereitung: Das Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde bilden, die Hefe hineinbröseln. Die Milch etwas erwärmen und dazu geben. Etwas Agavedicksaft oder Honig und eine Prise Salz hinzufügen. Gut durchkneten und eine halbe Stunde ruhen lassen. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen.
Nach einer halben Stunde die Nüsse, Haferflocken und Trockenfrüchte in den Teig kneten. Nochmal 15 Minuten ruhen lassen. Die Müslistangen formen. Wer mag, kann diese auch noch in etwas Dinkekernen wälzen, bevor sie in den Ofen kommen. 20 Minuten im Ofen backen. Fertig. Guten Appetit!

Sonntag, 17. April 2016

Gemüsepfanne mit Rotem Reis

Gemüsepfanne
Heute wollte ich ein Gericht mit Dicken Bohnen kochen - zum ersten Mal.Mit Erschrecken stellte ich aber fest, dass Dicke Bohnen viel arbeitsaufwendiger als andere Bohnensorten sind. Aus 1 Kilogramm Schoten erhält man lediglich 250g Bohnenkerne. Und es ist eine Heidenarbeit, die Dicken Bohnen müssen erst gekocht, dann die Kerne aus der Schote gepult werden und anschließend die Häute entfernt werden. Deshalb sind die Dicken Bohnen beim heutigen Gericht nur Deko, die Hauptrolle spielen der Rote Reis, Kichererbsen und Paprika.
Der Rote Reis stammt aus dem Piemont.Roter Reis entstand aus einer spontanen Kreuzung von wildem und Kulturreis. Seine Färbung verdankt er den tonhaltigen Böden, auf denen er in Italien wächst.

Zutaten: 100g Reis,eine Paprika, Kichererbsen, Pinienkerne, eine rote Zwiebel, 500g Dicke Bohnen, eine Knoblauchzehe, Salz, Pfeffer, einen Esslöffel Pimenton de la vera ( Rauchpaprika)

Zubereitung: Den Roten Reis in der doppelten Menge Salzwasser aufkochen und dann rund 40 Minuten köcheln lassen.
Eine Paprika, eine rote Zwiebel und eine Knoblauchzehe in Würfel schneiden, eine Dose Kichererbsen abgießen. Die Dicken Bohnen drei bis fünf Minuten kochen, die Kerne aus der Schote pulen und die Häutchen entfernen. Zur Seite stellen. (Man kann die Bohnen auch als Tiefkühkost und in der Dose bekommen.) Wenn der Reis fertig gekocht ist, abgießen und zur Seite stellen. Die Paprika anbraten, dann die Zwiebel, die Knoblauchzehe und die Pinienkerne hinzu geben und braten, bis die Zwiebeln glasig sind. Die Kicherbsen, die Dicken Bohnen und den Reis hinzu geben und alles gut vermengen. Nach zwei bis drei Minuten mit Salz, Pfeffer und Pimenton de la vera würzen. Pimenton de la vera ist geräuchertes Paprikapulver und gibt dem Gericht eine spezielle Note. Wenn ihr das nicht bekommt, könnt ihr normales Paprikapulver nehmen. Auf zwei Tellern anrichten.Fertig. Guten Appetit!

Samstag, 9. April 2016

Pizza Bianca mit Spinat und Gorgonzola

Pizza Bianca
Vielleicht wissen einige von euch, dass ich ein sehr schlechtes Elektrokarma habe.Drucker drucken nicht und auch Kopierer streiken in meiner Gegenwart. Sowie Computer. Was in diesem Fall an meiner Eigenschaft liegt, nicht unerhebliche Mengen von Flüssigkeit ( Tee, Cola, Apfelschorle) in oder neben die Tastatur zu kippen. Meine Kollegen bezeichnen kleine Mengen neben die Tastatur als "Kleinen Gartmann" und größere Mengen in die Tastatur als " Großen Gartmann". Dabei kann die Flüssigkeit variieren. So geschehen vor rund zwei Wochen, daher habe ich eine Weile nichts gepostet. Zwei Wochen lang redete ich meinem Computer gut zu, aber es war zwecklos, er sprang nicht mehr an. An dem Tag aber, als ich ihn zur Reparatur bringen wollte, funktionierte er wieder. Karma ist nicht immer leicht zu verstehen.
Ich koche also wieder. Genauer: Ich backe. Heute gibt es Pizza Bianca mit Spinat und Gorgonzola. Die Pizza Bianca ("Weiße Pizza") kommt ganz ohne Tomatensauce aus. Die Pizza variiert je nach Landesteil, in manchen Gegenden von Italien verwendet man auch keinen Käse oder nur weißes Gemüse wie Spargel oder die Endstücke von Mangold.
Ich habe eine Vollkornvariante mit Dinkelmehl gebacken, ihr könnt natürlich auch Weißmehl nehmen.
Zutaten für den Teig: 500g Mehl, ein Hefewürfel, etwas Salz, sechs Esslöffel Olivenöl, lauwarmes Wasser
Zutaten für den Belag: 500g Baby-Spinat, 300g Gorgonzola, eine Zwiebel, eine Knoblauchzehe.

Zubereitung:Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Aus Mehl, Öl,Salz zerbröckelter Hefe und lauwarmem Wasser einen Knetteig herstellen, abgedeckt ca. eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. In der Zwischenzeit den Spinat zusammen mit einer gewürfeltem Zwiebel und einer Knoblauzehe in etwas Öl anbraten. Anschließend den Teig zu zwei Pizzen ausrollen. Den Spinat mit der Zwiebel und dem Knoblauch darauf verteilen. Den Käse in Scheiben schneiden und auf die Pizza legen. Für 20 Minuten in den Ofen schieben. Fertig. Mit Basilikum garnieren. Guten Appetit!